Der Knallerhof

Der Knallerhof liegt auf einem Hügel zwischen Kirchanschöring und Petting,
auf dem sogenannten „Güßhübel“. Bei diesem Kleinanwesen handelt es sich um einen Zweifirsthof mit doppelter Widerkehrung. Das Hauptgebäude (Wohnhaus) ist ein zweigeschossiger, frühbarocker kompletter Blockbau aus dem 17.Jahrhundert.

Erstmals erwähnt wurde der Hof im Jahre 1600, durch die Heirat des damaligen Eigentümers Rupert Knaller, der dem „Knaller–Gut" wohl seinen Namen gab. Ursprünglich handelte es sich hierbei um einen typischen Salzburger Flachgauhof, einen Einfirsthof mit direktem Rauchabzug durch das Dach, auch „Rauchhaus“ genannt. In späteren Jahren wurden nach und nach die beiden Widerkehren angebaut, dadurch Stall (preußisches Kappengewölbe) und Tenne erweitert, die Fenster immer wieder erneuert und vergrößert und um 1910 das Dach angehoben. In diese Zeit fällt auch die Ausmauerung der Nordseite anstelle der wohl damals maroden Blockwand.

Im Jahr 2010 konnte mit Hilfe einer Spezialfirma aus Schleching und in vielen
Stunden Eigenleistung der Bauherren das gesamte Haus renoviert werden. Nun erstrahlt es wieder in voller Holzblockbauweise, mit neuen Lauben, und allem, was in der heutigen Zeit zu einem komfortablen Leben gehört, ohne den Jahrhunderte alten Charakter des „Knaller–Gutes" zu zerstören.

-> Hier geht‘s zu den Bildern der Renovierungsarbeiten

-> Artikel über die Renovierung in der Fachzeitschrift "Blockhome" (PDF)

 

Unweit des Hofes in südlicher Richtung am alten Kirchenweg von Watzing nach Kirchanschöring errichteten die Besitzer 2008 eine kleine Sebastians–Kapelle, die zum Entspannen und Verweilen einlädt und von der aus man bei schönem Wetter eine herrliche Fernsicht auf die Chiemgauer und Salzburger Berge hat.

-> Näheres zur Kapelle des hl. Sebastian

Vorderansicht Wohnhaus